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Bild des Ludwigsburger Marktplatzes mit zwei Personen, die die Straße überqueren

Wie Ludwigsburg sein Nachhaltigkeitsmanagement mit einer einzigen Plattform vereinfacht hat

Unverbundene Tools, isoliert arbeitende Fachbereiche und manuelle Berichterstattung erzeugen ein Koordinationsproblem, das mit der Zeit wächst. Klima- und Nachhaltigkeitsbeauftragte laufen Updates aus verschiedenen Teams hinterher und erstellen Berichte, die schon bei ihrer Veröffentlichung veraltet sind. Ludwigsburg, eine Mittelstadt in Baden-Württemberg, stand genau vor dieser Herausforderung. Ihre Lösung bietet eine hilfreiche Orientierung für andere Kommunen.

Ein veraltetes System bremste die Ambitionen der Stadt

Ludwigsburg steuerte seine Stadtentwicklungsarbeit bislang über ein selbst entwickeltes System, das sich nach eigener Einschätzung der Stadt „nicht bewährt hatte und nicht mehr zeitgemäß war“. Die Plattform konnte Maßnahmen über Fachbereiche hinweg nicht wirksam nachverfolgen. Dadurch war es schwierig, den Überblick über die Arbeit in den Bereichen Klima und Energie, Mobilität, Kultur, Sport und Gesundheit zu behalten.

Die Folgen waren ganz praktischer Natur. Die Abstimmung mit Tochterunternehmen wie den Stadtwerken und der Wohnbau Ludwigsburg war umständlich. Fortschritte gegenüber Gemeinderat sowie Bürger:innen zu kommunizieren, erforderte erheblichen manuellen Aufwand. Und ohne eine klare, zentrale Übersicht über alle laufenden Maßnahmen war es schwieriger als nötig, den Wert der Nachhaltigkeitsarbeit der Stadt sichtbar zu machen, für Entscheidungsträger ebenso wie für die Öffentlichkeit. Die Stadt brauchte einen grundlegend neuen Ansatz, um diese Arbeit zu organisieren.

Zwölf Konzepte auf einer Plattform gebündelt

Mit Kausal Watch hat Ludwigsburg 12 Stadtentwicklungskonzepte in einer integrierten Plattform zusammengeführt. Die Konzepte decken mit Klimaneutralität und Energie, Mobikität, Kultur, Sport und Gesundheit ein breites Spektrum städtischer Handlungsfelder ab.

Screenshot des Ludwigsburg Stadtentwicklungskonzepts
Ludwigsburg Stadtentwicklungskonzept


Die Entscheidung für einen Multi-Plan-Ansatz erwies sich als zentral für den Erfolg. „Rückblickend war es eine sehr gute Entscheidung, uns für die Multi-Plan-Lösung zu entscheiden“, so die Stadt. „Auch wenn es noch einige Herausforderungen gibt, funktioniert es recht gut.“

Die Plattform ist unter ziele.ludwigsburg.de öffentlich zugänglich und bietet Bürger:innen, Gemeinderat und Verwaltung einen gemeinsamen Blick auf die Stadtentwicklungsarbeit. Diese Transparenz war gewollt, wie die Stadt erläutert:

„Wir wollten ein System, das öffentlich genutzt werden kann und zeitgemäß aussieht, in dem alle die Informationen einsehen können.“

Vom Koordinationsaufwand zum vernetzten Arbeitsablauf


Die praktischen Verbesserungen sprechen für sich. Nachhaltigkeitskonzepte und neue Maßnahmen lassen sich nun mit „sehr wenig zusätzlichem Aufwand für die Administratoren“ in das Dashboard aufnehmen. Das verringert den manuellen Aufwand, der in personell knapp besetzten Planungsteams so oft die Dynamik bremst.

Die fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit – auch mit externen Tochterunternehmen – ist einfacher geworden, weil die Plattform online bearbeitet werden kann, statt auf interne Systeme beschränkt zu sein. Die Ausrichtung an den SDGs ist direkt in den Arbeitsablauf integriert: Mitarbeitende können einzelnen Maßnahmen Ziele für nachhaltige Entwicklung zuordnen und Maßnahmen nach bestimmten Nachhaltigkeitskonzepten filtern. Dadurch wird es deutlich einfacher, Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität zu verfolgen und aussagekräftig darüber zu berichten.

Die Resonanz von Mitarbeitenden, Gemeinderat sowie Bürgerinnen und Bürgern ist positiv. Das Dashboard-Design „wurde von allen unseren Mitarbeitenden und externen Beteiligten gut angenommen und gelobt“ – ein Beleg dafür, dass zugängliches Design eine Rolle dabei spielt, wie sich die Öffentlichkeit mit Nachhaltigkeitsarbeit auseinandersetzt.

Entscheidend ist: Die Plattform visualisiert nicht nur Ziele, sondern Sie bildet auch die operative Arbeit ab, also die Maßnahmen und Aufgaben, die nötig sind, um jedes Konzept tatsächlich umzusetzen. Oft scheitern Monitoringsysteme daran, Ergebnisse zu verfolgen und gleichzeitig die nötigen Maßnahmen im Blick zu behalten. Ludwigsburgs Lösung schließt diese Lücke gezielt.

Was andere Städte daraus lernen können

Ludwigsburgs Erfahrungen werden Nachhaltigkeitsbeauftragten in Städten ähnlicher Größe bekannt vorkommen. Die Hürden, vor denen die Stadt stand – veraltete Tools, Reibungsverluste zwischen Fachbereichen, geringe öffentliche Sichtbarkeit –, sind weit verbreitet. Die gute Nachricht: Sie lassen sich auch lösen.

Die Stadt steuert heute ein breites Portfolio an Stadtentwicklungsthemen über ein einziges Dashboard – mit einer Grundlage für datenbasierte Planung, die für alle Beteiligten sichtbar ist. Für Städte, die noch mit Tabellenkalkulationen oder Altsystemen arbeiten, lohnt sich ein genauerer Blick.

Wenn Sie besprechen möchten, wie Ludwigsburg vorgegangen ist und ob ein ähnliches Modell auch für Ihre Stadt funktionieren könnte, wenden Sie sich an das Kausal-Team.