
Städte in ganz Europa müssen dringend ihre Treibhausgasemissionen senken, um die Klimakrise zu bekämpfen. Weil der Verkehr einen großen Teil der CO₂-Emissionen verursacht, ist die Umgestaltung der städtischen Mobilität besonders wichtig. Sustainable Urban Mobility Plans (SUMPs) bieten Städten dafür einen guten Rahmen, um dieses Thema anzugehen und den Weg in eine grünere Zukunft zu ebnen.
Aktualisierung vom 22. Juli 2024 Die kürzlich überarbeitete TEN-V-Richtlinie stärkt die Bedeutung von SUMPs in Europa. Die Richtlinie stärkt die urbane Dimension der TEN-V-Politik, indem sie die Erstellung von SUMPs für jeden städtischen Knoten bis 2027 verbindlich macht. Das bedeutet, dass alle 424 größeren Städte entlang des TEN-V-Netzes verpflichtet sind, SUMPs zu entwickeln, um emissionsfreie Mobilität zu fördern, den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern und die Infrastruktur für das Zufußgehen und Radfahren auszubauen.
Weil die weltweiten Emissionen dringend sinken müssen, spielt die lokale Ebene eine große Rolle dabei, ob Klimaziele erreicht werden. Das heißt: Weniger Emissionen im Verkehr sind wichtig, damit Städte klimaneutral werden können.
Verkehr ist – besonders in Städten – eine Hauptquelle für Treibhausgase und die größte Quelle von Luftverschmutzung. Viele Städte überschreiten die europäischen Grenzwerte für Luftqualität. Die Folgen sind ernst: Über 200.000 Menschen sterben in der EU jedes Jahr vorzeitig an den Folgen von Luftverschmutzung. Deshalb hilft es, wenn mehr Menschen zu Fuß gehen, Rad fahren oder Bus und Bahn nutzen. Das verbessert die Gesundheit, die Lebensqualität und die Sicherheit.
Der Umbau des Verkehrs ist für Städte wichtig, aber auch schwierig. Ein Problem: Verschiedene städtische Abteilungen tauschen oft zu wenig Informationen aus. Das erschwert es, Klimaziele zu erreichen. Für einen guten Klimaplan müssen die Abteilungen besser zusammenarbeiten. Wichtig sind außerdem: gute Kommunikation, kluge Infrastrukturplanung, emissionsfreie Logistik und passende EU-Regeln.
Laut der Europäischen Kommission leben etwa 75 % der EU-Bürger:innen in Städten oder Vororten. Weil die Stadtbevölkerung wächst, suchen Städte nach neuen Lösungen für Probleme wie Stau, Luftverschmutzung und Lebensqualität.
Urbane Mobilität bedeutet: wie sich Menschen in einer Stadt fortbewegen. Dazu gehören zum Beispiel Verkehrsmittel, Infrastruktur, Verkehrsmanagement, Zugänglichkeit, Nachhaltigkeit und Digitalisierung.
Nachhaltige urbane Mobilitätsplanung ist der Prozess, mit dem Städte diese Fragen angehen. Im Mittelpunkt stehen die Menschen – das Ziel ist bessere Zugänglichkeit und mehr Lebensqualität. Dabei arbeiten verschiedene Teams und Interessengruppen zusammen.
Ein wichtiges Werkzeug dafür sind Sustainable Urban Mobility Plans (SUMPs).

SUMPs sind Pläne, mit denen Städte Mobilitätsmaßnahmen planen, umsetzen, überwachen und kommunizieren. Ziel ist es, die Mobilitätsbedürfnisse von Menschen und Unternehmen zu erfüllen und dabei die Lebensqualität zu verbessern. SUMPs bauen auf bestehenden Planungsmethoden auf und berücksichtigen Beteiligung, Zusammenarbeit und Bewertung.
Das Hauptziel von SUMPs: weniger Emissionen und mehr Lebensqualität – durch eine sichere, bezahlbare und inklusive Stadt.
Die EU-Kommission empfiehlt allen Städten und Gemeinden, SUMPs zu erstellen – Pflicht ist es aber (noch) nicht. Trotzdem helfen SUMPs dabei, eine Vision zu entwickeln, Ziele zu setzen, Maßnahmen zu beschließen und Fortschritte zu überprüfen. Außerdem können SUMPs Voraussetzung für bestimmte EU-Fördergelder sein.
SUMPs helfen dabei, wichtige Themen anzugehen und gleichzeitig das Wohlergehen der Bürger:innen zu sichern. Im Kern geht es bei SUMPs nicht nur um weniger Emissionen, sondern darum, die Menschen in den Mittelpunkt der Stadtplanung zu stellen. Dafür braucht es einen Ansatz, der verschiedene Strategien – auch Klimastrategien – miteinander verbindet.
Die Tools von Kausal können Städte dabei unterstützen, SUMPs umzusetzen, zu überwachen und zu kommunizieren. In unserem nächsten Blogbeitrag betrachten wir SUMPs aus einer praktischeren Perspektive – wir werden Beispiele mit den Lösungen von Kausal erkunden.